Innere Bilder und Vorstellungen verändern
Posted by tombal on 24. Februar 2009
In verschiedenen Lerntheorien heissen sie vielleicht nicht genau gleich und meinen vielleicht auch nicht das genau gleiche – aber Vorstellungen, Vorwissen, Überzeugungen sind nicht nur quasi Ausgangspunkte fürs eigene Lernen, sondern sinnvollerweise auch Anknüpfungspunkte für das Inszenieren von Lernumgebungen, also fürs Lehren. Beim Conceptual Change-Ansatz z.B. spricht man von Konzepten und deren Veränderung.
Dabei sind diese Konzepte der Lernenden durch sie nicht nur nicht vollständig z.B. sprachlich explizierbar (implizites Wissen), sondern auch verbunden mit Überzeugungen oder Vorstellungen. Vorstellungen könnten z.B. Bilder bzw. Metaphern sein, die für das Konzept stehen.
Mittels Metaphernanalysen kann solches implizites Wissen “öffentlich” gemacht werden – ein interessanter Ansatz, den Karin Moser beschreibt:
Zwei Aspekte dieses Ansatzes scheinen mir im Hinblick auf das Initiieren, Anstossen von Lernprozessen bzw. als Anknüpfungspunkt für Weiterbildung sehr beachtenswert:
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“Im Zusammenhang mit Wissensmanagementprojekten und den Prozessen des Wissensaustauschs und der Wissenskooperation ist wichtig, dass die Verwendung von Metaphern die Anschaulichkeit eines Problems oder Sachverhalts und damit auch seine Kommunizierbarkeit und Transferierbarkeit wesentlich erhöhen kann.
- Nicht zu vernachlässigen ist schliesslich auch der emotionale Gehalt von Metaphern. Wie die nachfolgenden Beispiele zu Metaphernmodellen des Wissensmanagements zeigen, ist der jeweilige emotionale Gehalt, der dabei vermittelt wird, sehr unterschiedlich und hat eine zentrale Motivierungs- bzw. auch Demotivierungsfunktion” (Kapitel 3.2).
