Professionelle Lehrkompetenz

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Archive for the 'Kompetenzerfassung' Category

Selbst- und Fremdeinschätzungen von Kompetenz zwecks…? Ja eben!

informell und (non-)formal zu professioneller Lehrkompetenz

Posted by tombal on 15th April 2008

Dass Lehrerinnen und Lehrer im Beruf zu Profis werden, bestimmte Kompetenz erst on the job entwickeln, Expertise aufbauen, ist das eine. Dass dies auf quasi beliebigen Kombinationen von informellem, non-formalem und formalem Lernen geschieht, das andere. Was heisst das nun für ein Bildungssystem, das die professionelle Lehrkompetenz steuern will, wenn deren Aufbau primär der individuellen Verantwortung obliegt? Grundsätzlich scheinen mir nur zwei Möglichkeiten gegeben: Anreize und/ oder Verpflichtungen, lernen nachzuweisen . Anreize und Verpflichtungen sind je nach Beruf unterschiedlich. Unterschiede gibts nicht nur im Ausmass, sondern auch in Bezug auf die Konkretisierung der bzw. Anforderungen an die Lerninhalte und den Nachweis. Für Lehrpersonen gibt es (im Kanton Bern) zwar das Recht/ Pflicht auf Weiterbildung, aber kaum, Bestimmtes zu lernen und noch weniger, Bestimmtes in Richtung einer diskutierten, beschriebenen professionellen Kompetenz. Vermutlich wird auch der Nachweis unterschiedlichst gehandhabt.

Eine beschreibbare professionelle Kompetenz wäre dafür Voraussetzung, ist es auch, wenn man auf die erziehungswissenschaftliche und berufsständische Diskussion von professioneller Kompetenz und Standards blickt. Soll sie aber auch in den Blick von Lehrpersonen kommen, was wiederum Voraussetzung ist, dass sie als Referenz für Anreizsysteme und Verpflichtungen gelten kann, muss es Lehrpersonen möglich werden, ihre eigene, individuelle Expertise einzuschätzen oder einschätzen zu lassen – quasi ihr individuelles Kompetenzniveau im Hinblick auf eine bestimmte berufliche Anforderung zu beurteilen oder beurteilen zu lassen, und zwar letzlich unabhängig von ihren Qualifikationen (Ergebnisse formaler Lernprozesse, welche Diplome ergeben haben), sondern abhängig von ihrer Performanz, in der sich ihre Kompetenz realisiert.

Bei diesen Überlegungen muss an die Geschichte mit der Anerkennung informellen Lernens angeschlossen werden, die nicht zuletzt im Rahmen der Angleichungspolitik auf europäischer Ebene (Qualifikationsrahmen/ Anerkennung früheren Lernens) an Gewicht gewinnen wird. Der neuste Bericht dazu: Reinhard Zürcher schreibt über theoretische, didaktische und politische Aspekte des informellen Lernens und des Kompetenzerwerbs, wie im Weiterbildungsblog zu lesen ist. Und: Hier eine Video-Erläuterung von informellem Lernen in Englisch.

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Ausweisen von Kompetenzen II

Posted by tombal on 10th März 2008

Nachtrag zum vorherigen Post zum Ausweisen von Kompetenzen: Im Blog Schulische Netzwerke habe ich auf einen Beitrag von George Siemens (sein Blog hier) verwiesen, wie er im E-Learning-Zeitalter auf die Frage des Ausweisens von Qualifikationen verweist – der das gleiche Problem zugrunde liegt, nämlich verbindlich informell und formal/non-formal erworbene Kompetenzen erfassen und ausweisen zu können. Erwartet uns da ein Wiedererstarken der Assessment-Idee?

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Ein Interview mit Guskey

Posted by tombal on 1st März 2008

Guskey hat eine Differenzierung von “effectiveness” – Wirksamkeit – vorgeschlagen, die bei Evaluationen von Programmen zu berücksichtigen sind. Er unterscheidet fünf Ebenen, die er bei der Evaluation der Wirksamkeit von Lehrerinnen- und Lehrerweiterbildung anwendet, um Genaueres zu deren Reichweite sagen zu können.

  1. Die Reaktion der Teilnehmenden
  2. Das Gelernte der Teilnehmenden
  3. Unterstützung und Veränderung in der Organisation
  4. Gebrauch von neuem Wissen und Können
  5. Verhaltensänderungen bei den Schülerinnen und Schülern

Je nach Ebene unterscheiden sich die Evaluationsmethoden, werden andere Fragen beantwortet und sind andere Schlüsse zulässig.

Sein Buch mit ausführlichen Erläuterungen haben wir in unserer Bibliothek. Hier ein Interview mit ihm.

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Ausweisen von Kompetenzen

Posted by tombal on 28th Februar 2008

Im Zusammenhang mit der europäischen Initiative Lebenslanges Lernen gibt es verschiedene Versuche, Kompetenzen von Menschen aufzuzeigen, zu erfassen bzw. besser: auszuweisen, insbesondere auch solche, die man im Rahmen informeller Weiterbildung erworben hat. In Deutschland ist das der ProfilPass, der stark an die Portfolio-Idee erinnert. Er ist ein Instrument zur Identifikation und Dokumentation von individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen. Durch die Selbstklärung vorhandener Kompetenzen und das Aufzeigen von Entwicklungsperspektiven im Laufe der Bearbeitung des ProfilPASSes erhalten die Nutzenden eine Grundlage für die Orientierung im Berufsund Erwerbsleben. Der ProfilPASS-Prozess bezieht formale, non-formale und informelle Lernwege gleichermaßen ein.
Den Endbericht zur Erprobungsphase gibt es hier.

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