Professionelle Lehrkompetenz

…Lernen – Wissen – Können – Lehren – Lernen – Forschen – Lernen …

Archive for the 'LLB- und Hochschulpolitik' Category

“Rückgabe” der Berufung wegen Bologna-Reform

Posted by tombal on 20th Januar 2009

Artikel eines Theologieprofessors in der FAZ , der seinen Lehrstuhl verlässt, weil er die Wandlung der Hochschule zu einer Lernfabrig nicht mehr aushält. Bemerkenswert!

(Aufgrund eines Hinweises im Blog von Gabi Reinmann)

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informell und (non-)formal zu professioneller Lehrkompetenz

Posted by tombal on 15th April 2008

Dass Lehrerinnen und Lehrer im Beruf zu Profis werden, bestimmte Kompetenz erst on the job entwickeln, Expertise aufbauen, ist das eine. Dass dies auf quasi beliebigen Kombinationen von informellem, non-formalem und formalem Lernen geschieht, das andere. Was heisst das nun für ein Bildungssystem, das die professionelle Lehrkompetenz steuern will, wenn deren Aufbau primär der individuellen Verantwortung obliegt? Grundsätzlich scheinen mir nur zwei Möglichkeiten gegeben: Anreize und/ oder Verpflichtungen, lernen nachzuweisen . Anreize und Verpflichtungen sind je nach Beruf unterschiedlich. Unterschiede gibts nicht nur im Ausmass, sondern auch in Bezug auf die Konkretisierung der bzw. Anforderungen an die Lerninhalte und den Nachweis. Für Lehrpersonen gibt es (im Kanton Bern) zwar das Recht/ Pflicht auf Weiterbildung, aber kaum, Bestimmtes zu lernen und noch weniger, Bestimmtes in Richtung einer diskutierten, beschriebenen professionellen Kompetenz. Vermutlich wird auch der Nachweis unterschiedlichst gehandhabt.

Eine beschreibbare professionelle Kompetenz wäre dafür Voraussetzung, ist es auch, wenn man auf die erziehungswissenschaftliche und berufsständische Diskussion von professioneller Kompetenz und Standards blickt. Soll sie aber auch in den Blick von Lehrpersonen kommen, was wiederum Voraussetzung ist, dass sie als Referenz für Anreizsysteme und Verpflichtungen gelten kann, muss es Lehrpersonen möglich werden, ihre eigene, individuelle Expertise einzuschätzen oder einschätzen zu lassen – quasi ihr individuelles Kompetenzniveau im Hinblick auf eine bestimmte berufliche Anforderung zu beurteilen oder beurteilen zu lassen, und zwar letzlich unabhängig von ihren Qualifikationen (Ergebnisse formaler Lernprozesse, welche Diplome ergeben haben), sondern abhängig von ihrer Performanz, in der sich ihre Kompetenz realisiert.

Bei diesen Überlegungen muss an die Geschichte mit der Anerkennung informellen Lernens angeschlossen werden, die nicht zuletzt im Rahmen der Angleichungspolitik auf europäischer Ebene (Qualifikationsrahmen/ Anerkennung früheren Lernens) an Gewicht gewinnen wird. Der neuste Bericht dazu: Reinhard Zürcher schreibt über theoretische, didaktische und politische Aspekte des informellen Lernens und des Kompetenzerwerbs, wie im Weiterbildungsblog zu lesen ist. Und: Hier eine Video-Erläuterung von informellem Lernen in Englisch.

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ENTEP und TEPE

Posted by tombal on 12th März 2008

…stehen für European Network on Teacher Education Policies einerseits, für Teacher Education Policy in Europe andererseits.

Unterschiede: Ersteres ist ein Netzwerk von (hohen?) Mitgliedern der Bildungsadministrationen der EU-Mitgliedländer (z.T. auch mit Universitätsvertretungen), zweiteres ist ein akademisches Netzwer, das aus früheren europäischen Projekten zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung entstanden ist.

In einem Referat stellt Gassner (Vertreter aus Österreich, Power Point hier) die Frage nach ihrer Zusammenarbeit angesichts der Ausgangslage, dass ENTEP ein Beratungsorgan der europäischen Kommission, TEPE eine Expertengruppe darstellt.

Beides scheinen mir Quellen zu sein, um die LLB-Diskussion in Europa verfolgen zu können.

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