Lehrer werden, sein und bleiben
Posted by tombal on 7th August 2009
Artikel im Magazin zur Situation des Berufs
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Posted by tombal on 7th August 2009
Artikel im Magazin zur Situation des Berufs
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Posted by tombal on 18th Februar 2009
Mit dem Tool Wordle lassen sich nicht nur Wörter eines Textes und Tags aus einem Blog bezüglich ihrer Häufigkeit automatisch grafisch darstellen, sondern auch selber ausgezählte Häufigkeiten.
Mein Beispiel: eine Umfrage bei Musiklehrpersonen zur Einschätzung verschiedener Ziele des Musikunterrichts (numerische Grundlage je Ziel ist der Mittelwert, zur Betonung der Unterschiede quadriert; Nummerierung entspricht der Reihenfolge im Fragebogen).
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Posted by tombal on 16th Januar 2009

Amazon entnommen:
“Neue Zürcher Zeitung
Mythen der Buchkultur
Michael Giesecke plädiert für mehr Dialog
Lässt sich der moderne Tourismus mit dem mittelalterlichen Entwurf der
Pilgerreise beschreiben? Wohl kaum. Ebenso wenig lässt sich die Nutzung
des Computerbildschirmes mit dem Konzept des Lesens erfassen. So lautet
zumindest eine der provokanten Aussagen im neuen Buch des in Erfurt
lehrenden Literaturwissenschafters und Medientheoretikers Michael
Giesecke. Es ist ein gewichtiges Buch: Auf über 450 Seiten hebt
Giesecke zu einem kultur- und medientheoretischen Rundumschlag an, der
zumindest in der deutschsprachigen Debatte zurzeit seinesgleichen
sucht. Giesecke geht dabei von einem der wichtigsten Mythen der
modernen Industrie- und Informationsgesellschaft aus, dem Buchdruck.
Mit diesem Thema ist er bestens vertraut, sein grandioses Buch «Der
Buchdruck in der frühen Neuzeit. Eine historische Fallstudie über die
Durchsetzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien» (1991)
ist mittlerweile zu einem Standardwerk der modernen Mediengeschichte
geworden. Die Industrienationen, so die Ausgangsthese seines neuen
Buches, hätten dank der Buchkultur das sprachliche Wissen zum einzig
glaubwürdigen Spiegel der Welt erklärt. So sei diese Kultur Teil der
Identität moderner Gesellschaften geworden, ohne die weder Aufklärung
noch allgemeine Schulpflicht, aber auch keine industrielle
Massenproduktion oder gar Wissenschaft möglich gewesen wären. Doch nach
einem Bündnis, das rund fünfhundert Jahre gehalten habe, sei diese
Allianz nun am Zerbrechen, und die «beispiellose Erfolgsgeschichte»
komme so allmählich zu einem Ende. Gieseckes Bilanz: «Die Geschichte
der typographischen Massenkommunikation ist nicht nur eine Geschichte
der Befreiung, sondern auch eine solche der Unterdrückung, der
Versklavung der Sinne, der Prämierung von Eindimensionalität.» Die
historischen Beispiele, mit denen Giesecke seine Thesen belegt, sind
faszinierend und eine der Stärken des Buches. So schildert er die
Entdeckung Amerikas als einen Triumphzug des geschriebenen Wortes – und
auch als einen Akt der Zerstörung von Wissen, das dem Wahrgenommenen
sehr nahe gewesen sei. Die Buchkultur, so die Quintessenz, habe
einseitig die interaktionsfreie Informationsverarbeitung gefördert, die
Visualität bevorzugt und die kollektive, multimediale
Wissensverarbeitung marginalisiert. Im Anschluss an seine Analyse
präsentiert Giesecke im letzten Teil seiner Studie eine Art von
Gegenentwurf: Mit Elementen aus der Systemtheorie, der
Gesprächstherapie und der Ökologie entsteht ein Konzept, das er
«Ökuloge» nennt (zusammengesetzt aus Ökologie, Kultur und Dialog). Im
Mittelpunkt stehen die synästhetische Informationsverarbeitung und der
Aufbau von multimedialen kulturellen Netzwerken. Das Paradebeispiel für
ein rückkopplungsintensives Interaktionssystem ist dabei das Gespräch.
Nun ist die Hervorhebung des Dialoges als interaktionsintensive
Kommunikation wahrlich nicht neu. Reizvoll sind die Ausführungen von
Giesecke trotzdem, weil sie sich auf die neuen Gegebenheiten der
Informationsgesellschaft beziehen. Man hätte sich zwar gerne auch in
diesem Teil so schöne Beispiele wie in der historischen Analyse
gewünscht, zumal nicht alles in dem Schlusskapitel einleuchten mag.
Wieso zum Beispiel sollen Gruppengespräche wertvoller sein als
Zweiergespräche? Gravierender aber scheint die mangelnde
Berücksichtigung elektronischer Medien wie Internet und Mobiltelefon
samt den mit ihnen verbundenen neuen Kommunikationstechniken – E-Mail,
SMS oder Chat-Räume. Und zuletzt wird sich der Leser die Frage nicht
verkneifen können, wieso der Autor die Mythen der Buchkultur
ausgerechnet mit den Mitteln der Buchkultur zu analysieren sich
anschickt. Das Buch als Teil eines «transmedialen Projektes» zu
definieren und ihm eine CD-ROM und eine eigene Web-Site zu spendieren,
ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung. Peter Haber”
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