Die Lehrperson macht den Unterschied!
Posted by tombal on 5th März 2008
Aus der Effektivitätsforschung weiss man: Die Lehrperson spielt eine Rolle für das Lernen der Schülerinnen und Schüler! Nach der (Wieder-)Entdeckung, dass “School Matters” (Mortimore et al. 1988; also nicht nur “mitgebrachte” Merkmale der Kinder) haben insbesondere grosse Metaanalysen gezeigt, dass auch die Lehrperson den Unterschied ausmacht. Die tauchen interessanterweise alle 10 Jahre auf: Fraser, Walberg, Welch undHattie (1987), Scheerens and Bosker (1997) und nun zuletzt diejenige von Seidel und Shavelson (2007).
Welche Merkmale machen nun effektives Lehren aus? Nun – selber lesen! Soviel hier: dass sich die Effektstärke von Merkmalen von Studien zu Studien unterscheiden können, hat v.a. mit den zugrunde liegenden Untersuchungsdesings (Korrelationsstudien zeigen geringere, (quasi-)experimentelle grössere Effektstärken) und den Datenquellen (z.B. Lehrer-, Schülerfragebogen, Beobachtung, Videoanalysen) zu tun. Seidel und Shavelson geben denn auch entsprechende methodische Empfehlungen für zukünftige Unterrichtsforschung.
Inhaltlich hat sich bestätigt, was spätestens seit Shulman’s (1986) “Pedagogical Content Knowledge” Beachtung findet: Fachspezifische Lehrfaktoren sind die wichtigsten, und zwar unabhänig vom Fach (Lesen, Math, Naturwissenschaften), der Schulstufe (Elementar und Sekundar) oder Art des “Learning Outcome” (Prozess, motivational-affektiv, kognitiv).
Das heisst für die professionelle Lehrkompetenz: sie muss letztlich fachspezifisch angeschaut werden.
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